Vibratorkunde - Infos zum Thema Vibratoren

Vibratoren: Alles, was Du wissen musst!

Wo ist denn der Unterschied zwischen einem Dildo und einem Vibrator?

Der Vibrator kann zur zusätzlichen Stimulation von Klitoris und/oder Vagina vibrieren, rotieren oder pulsieren, während ein Dildo komplett ohne Vibrationen auskommt und rein durch körpereigene Bewegungen, z.B. mit Händen, Fingern oder auch durch Aufsitzen stimuliert.

Und wie funkioniert jetzt ein Vibrator genau?

Im Inneren eines Vibrators sind ein, zwei oder manchmal sogar drei sogenannte Vibro-Motoren an den unterschiedlichen Stellen des Vibrators platziert, die per Knopfdruck an- und ausgeschaltet, bzw. die Vibrationsintensität oder Vibrationsrhythmus gewählt werden können.

Wie?! Rhythmus… Intensität!?

Die Art, wie ein Vibro-Motor eines Vibrators vibriert kann sehr vielseitig und unterschiedlich sein. Einige Vibrationen lassen sich in Ihrer Stärke und Intensität stufenlos, meist per Drehrad oder Drehknopf, oder aber auch in mehreren, einzelnen Stufen per Knopfdruck, stärker oder schwächer einstellen und Du kannst zur Stimulation die Vibrationsintensität wählen, die Dir am ehesten zusagt, um zu einem intensiven Höhepunkt zu gelangen. Zudem haben viele der Vibratoren heute die Möglichkeit, Dich aus unterschiedlichen, vorgegebenen Vibrationsrhythmen, wie z.B. ein wellenartiger oder pulsierender Wechsel zwischen schwächeren und stärkeren Vibrationen, auswählen zu lassen.

Wieso haben manche Vibratoren denn nun mehrere Motoren?

Gerade bei stabförmigen Vibratoren, die vaginal oder anal eingeführt werden, sind oftmals statt nur einem, gleich zwei oder mehrere Vibro-Motoren an verschiedenen Stellen unter der Oberfläche verbaut, da die sogenannten erogenen Punkte und Zonen an zahlreichen Stellen vaginal oder anal verteilt sind, und es daher meist zur erregenden Stimulation dieser Punkte nicht ausreichend genug ist, dass Vibrationen nur an einer Stelle stattfinden. Auch gibt es Vibratoren, die zugleich Vagina und Kitzler/Klitoris stimulieren und somit jeweils einen Vibro-Motor für den innenliegenden und aussenliegenden Reizarm benötigen.

Klitoral, vaginal, anal – wo vibriert´s denn überall?

Jeder Mensch gelangt unterschiedlich zu seinem sexuellen Höhepunkt, und genau dafür gibt es die verschiedensten Vibratoren – ob Du durch Stimulation des Kitzlers, oder durch Reizung des G-Punktes und der vaginalen Lustpunkte einen Orgasmus bekommst, oder eine Kombination aus beidem, oder eben durch anale Vibrationen…die einzelnen Vibrator-Arten sind perfekt auf die Stimulation der jeweiligen erogenen Intimbereiche abgestimmt. Von A wie Analvibrator bis V wie Vibro-Ei, wir helfen Dir den Richtigen für Deinen Anspruch zu finden.

Analvibrator

Analvibratoren sind, wie der Name bereits verrät, speziell zur analen Stimulation gemacht. Der Unterschied zu einem Vibrator für den vaginalen Gebrauch liegt darin, dass Analvibratoren in Größe und Durchmesser kleiner und schmaler gebaut sind. Oftmals haben die Analvibratoren am Schaftende eine zusätzliche Auswölbung, um ein Hineinrutschen in den Anus zu vermeiden, da es, im Vergleich zur Vagina, keine natürliche „Grenze“ gibt, wie tief ein Vibrator eingeführt werden kann. Daher ist es immer wichtig, darauf zu achten, damit es nicht zu Unfällen bei der Nutzung eines Vibrators kommen kann.

Aufliegevibrator

Aufliegevibratoren, oder auch Klitorisvibratoren genannt, sind rein zur äußeren Stimulation von Kitzler und Klitoris konzipiert. Meist sind sie in Form und Aussehen so konzipiert, dass sie sich der Anatomie des weiblichen Intimbereiches so anpassen, dass sie möglich punktgenau auf die äußeren erogenen Stellen aufliegen. Der Hauptpunkt der Vibrationen liegt meist am Kitzler.
Aufliegevibratoren eignen sich daher perfekt für alle, die ihren Höhepunkt überwiegend eher durch klitorale, als durch vaginale, Stimulation erreichen können, sind aber auch die idealen Einstiegsvibratoren für alle, die noch ein wenig scheu sind, einen Vibrator vaginal oder anal einzuführen.

Dualvibrator

Dualvibratoren, auch bekannt als Rabbitvibratoren, sind mit zwei Stimulationsarmen ausgestattet – einem vaginal einführbaren und einem Kleineren zur gleichzeitige, äußeren Stimulation der Klitoris. Diese Vibratoren beherbergen in der Regel zwei oder mehr Vibrationsmotoren – einen bis zwei im großen Reizarm und einen im kleinen Klitorisreizarm. Oftmals können die Vibrationen beider Reizarme getrennt voneinander gesteuert werden, sodass man in der Art der Stimulation sehr flexibel ist. Meist sind Dualvibratoren ergonomisch so gebaut, dass nach Einführen des großen Vibrators in die Vagina der kleine Klitorisreizarm sich nahezu schon automatisch punktgenau mit seiner Spitze an den Kitzler legt.
Dualvibratoren eignen sich gut für alle, die sowohl vaginal, als auch klitoral, zum Höhepunkt kommen können und flexibel bleiben möchten bei der Auswahl der Stimulation – ob gestern nur klitorale, heute vaginale Vibrationen, und morgen beides zusammen, ist bei diesen Vibratoren möglich.

Eichelvibrator

Eichelvibratoren sind spezielle Vibratoren für Männer, die zur Stimulation der Eichel durch Vibrationen oder Rotationen gedacht sind. Sie besitzen an einer Seite eine Öffnung, meist innen zusätzlich mit Reizstruktur ausgestattet, in die die Penisspitze eingeführt wird. Über Knopfdruck können anschließend Vibrationen, manchmal auch Rotationen, hinzugeschaltet werden, die speziell den Bereich der Eichel des Penis´ erregend stimulieren.
Eichelvibratoren sind perfekt für alle Männer, die eine vibrierende Alternative zum Masturbator suchen.

G-Punkt Vibrator

G-Punkt Vibratoren sind speziell zur Stimulation des G-Punktes gedacht und sind daher in ihrer Form so gebaut, dass sie nach dem Einführen in die Vagina mit der Spitze punktgenau auf die Stelle aufliegt, an der sich der sogenannte G-Punkt befindet, um diesen ganz gezielt mit Vibrationen zu stimulieren. Damit dies nicht unangenehm ist, oder man den Vibrator nicht zu genau platzieren muss, um den G-Punkt zu finden, ist die Spitze der G-Punkt Vibratoren oft großflächiger und leicht abgeflacht. Manche G-Punkt Vibratoren gibt es sogar mit einem zusätzlichen, kleinen Reizarm zur gleichzeitigen Stimulation des Klitoris.
Der G-Punkt Vibrator eignet sich gut für alle, die wissen, dass sie auf Stimulationen des G-Punktes sensibel genug reagieren, dass sie Höhepunkt gelangen können.

Klassiker

Vibratoren, die in Erotikshops gerne als Klassiker oder Vibratoren in klassischer Form genannt werden, sind oft in Form und Oberfläche recht schlicht gehalten werden. Meist sind Klassiker gerade geformt und haben keine oder wenig Reizstruktur auf der Oberfläche. Sie sind zur komplexeren, vaginalen Stimulation gedacht und konzentrieren sich bei den Vibrationen nicht nur auf einen bestimmten Punkt.
Klassisch geschnittene Vibratoren eignen sich gut für alle, die sich gerne großflächiger vaginal verwöhnen lassen, ohne sich auf einen speziellen, erogenen Punkt zu konzentrieren - oder für Einsteigerinnen, da sich Klassiker durch ihre meist glatte Oberfläche gut und einfach einführen lassen.

Massager

Immer öfter liest man den Namen Massager in der Kategorie der Vibratoren, doch was verbirgt sich dahinter? Bei Massagern handelt es sich ursprünglich um Massagestäbe mit großflächigem Massagekopf zur vibrierenden Körpermassage von Nacken und Rücken, doch in den letzten Jahren werden die extrem starken Vibrationen dieser Massagestäbe auch gerne zur klitoralen Stimulation „mißbraucht“, um extra intensive klitorale Höhepunkte zu genießen. Die Massager sind oft recht groß und der Massagekopf ist breitflächig, meist mit softer, angenehmer Oberfläche. Der Kopf lässt sich individuell biegen und passt sich daher den Körperrundungen an.
Massager eignen sich deshalb sowohl zur angenehmen und wohltuenden Ganzkörpermassage, als auch für alle, die eine sehr starke Vibration zum Erreichen des Orgasmus benötigen.

Minivibrator

Minivibratoren sind in Größe und Durchmesser wesentlich kleiner als ihre großen Artgenossen. In der Regel beherbergen Minis lediglich einen Vibro-Motor und sind daher in ihrer Bedienbarkeit leichter. Form, Funktionsweise und Aussehen jedoch können sehr unterschiedlich sein.
Minivibratoren eignen sich optimal für Einsteigerinnen und alle, die durch einen Vibrator nicht gerne intensiv ausgefüllt sein möchten. Oder finden Minivibratoren wesentlich besser Platz in Taschen und Koffer, sofern Du auch unterwegs nicht auf Vibrationen verzichten möchtest.

Naturvibrator

Nein, bei Naturvibratoren handelt es sich eher nicht um Vibratoren, die aus einem natürlichen Material gefertigt sind, sondern nennen sie sich deshalb Naturvibrator, da sie in Form, Farbe, Größe und Aussehen dem Penis eines Mannes ähneln. Das kann in jeglicher Hinsicht sein, z.B. hautfarben inkl. Eichel, Äderung und Hoden, oder nur Teile davon, wie z.B. eine angedeutete Eichel, aber die Farbe entspricht nicht der Farbe der Haut.
Naturvibratoren eignen sich für alle, die Aussehen und Struktur des echten Penis´ am meisten erregt, und Wert auf ein natürliches Aussehen, auch bei einem Toy, legen.

Partnervibratoren

Partnervibratoren, oder auch Paarvibratoren genannt, sind kleine Vibratoren, die während des Intimverkehrs sowohl IHN, als auch SIE gleichzeitig mit Vibrationen stimuliert. Wie genau das funktioniert: Partnervibratoren sind kleine u-förmige Vibratoren mit jeweils zwei kleinen, schmalen Reizarmen und einem extrem flexiblen Steg in der Mitte, der beide Reizarme verbindet. Während einer der beiden Reizarme vaginal eingeführt wird, legt sich der zweite Reizarm gleichzeitig eng an Klitoris und Kitzler, sodass bei Aktivieren der Vibrationen G-Punkt und Kitzler zugleich stimuliert werden. Die Vibrationen werden am aussenliegenden Vibro-Arm oder über eine kabellose Fernbedienung gesteuert. Durch die extreme Biegsamkeit und seine supersofte Oberfläche schmiegt sich der Partnervibrator so eng an die erogenen Stellen, dass der Penis des Mannes genügend Platz findet, vaginal einzudringen. So spürt nicht nur die Frau, sondern auch der Mann erregend die Vibrationen des Vibrators, sobald diese aktiviert wurden. Selbstverständlich lässt sich der Partnervibrator auch von IHR alleine bei der Selbstbefriedigung benutzen, um gleichzeitig G-Punkt und Vagina zu stimulieren.
Der Partnervibrator eignet sich für alle, die einen Vibrator, sowohl für die Solo-, als auch zur gemeinsamen Partnerstimulation suchen.

Perlenvibrator

Perlen in einem Vibrator? Ja, das gibt es... Bei sogenannten Perlenvibratoren sitzen am Schaft direkt unter der Oberfläche zusätzlich mehrere Perlen, die, zusätzlich zu den möglichen Vibrationen, langsam rotieren. Durch diese Rotationen unter der Oberfläche des Vibrators wird für eine zusätzliche Massage der erogenen, vaginalen Punkte gesorgt und verleihen ein ganz individuelles Gefühl. Meist lassen sich die Vibrationen und die Rotationen getrennt voneinander steuern, Perlenvibratoren gibt es in vielen, unterschiedlichen Formen – z.B. als Dualvibrator oder im natürlichen Look mit Eichel und Äderung.
Der Perlenvibrator eignet sich für alle, die zu den Vibrationen den zusätzlichen Reiz suchen.

P-Punkt Vibratoren

P-Punkt Vibratoren, oder auch Prostatavibratoren, sind spezielle Vibratoren für Männer zur gezielten Stimulation der Prostata, um einen noch intensiveren Höhepunkt durch anale Stimulation zu erleben. Die Prostatavibratoren sind in ihrer Form bereits so geformt, dass die Vibratorspitze bereits nach dem Einführen seinen Platz im Bereich des P-Punktes einnimmt, um diesen gezielt durch intensive Vibrationen zu stimulieren. Oftmals haben Prostatavibratoren eine zusätzliche Reistruktur, um nach dem Einführen des Vibratorarmes das Perineum, auch Damm genannt (der Bereich zwischen Hoden und Anus), zu reizen.
P-Punkt Vibratoren eignen sich für alle Männer, die einen Höhepunkt durch Reizung der Prostata erleben können oder ausprobieren wollen.

Stoßvibratoren

Ein Vibrator, der stößt? Wie kann das denn gehen… In der neueren Generation tauchen immer mehr sogenannte Stoßvibratoren auf, die eigentlich, um es genau zu nehmen, Stoß-ator oder Pulsator heissen müssten, da sie nicht mehr klassisch vibrieren, sondern durch spezielle Technik ein kräftiges Stoß-Gefühl simulieren. Im Inneren des Stoßvibrators wird nach dem Aktivieren sowohl nach vorne, als auch nach hinten extra kräftige Pulsationen erzeugt, die nach aussen hin den Eindruck eines Stoßes nach vorne, bzw. hinten, erzeugen. Hiermit sollen noch realistischere Gefühle bei der Selbstbefriedigung mit einem Sexspielzeug hervorgerufen werden.
Stoßvibratoren eignen sich für alle, die noch mehr Wert auf ein realistischere Selbstbefriedigung legen.

Vibro-Ei

Vibro-Eier sind kleine Vibratoren in Ei-Form, die sowohl zur inneren, vaginalen, als auch zur äußeren, klitoralen, Stimulation der erogenen Punkte fungieren können. Die Vibrationen werden daher meist über eine kabellose Fernbedienung an- und ausgeschaltet, bzw. gesteuert. So kann auch der Partner einmal die Kontrolle über die Vibrationen übernehmen – ein zusätzlicher, erregender Kick.
Vibro-Eier eignen sich für alle, die gerne flexibel dabei bleiben möchten, ob sie vaginal oder klitoral stimuliert werden möchten und für alle, die gerne auch einmal die Kontrolle aus der Hand geben.

Batterie, Steckdose, Akku… warum diese Unterschiede?

Batteriebetriebene Vibratoren sind meist etwas kostengünstiger in der Anschaffung, als wiederaufladbare Vibratoren, und haben den Vorteil, dass sie schneller zum Einsatz kommen können, sofern man immer frische und passende Batterien zuhause hat.
Haben die Batterien jedoch schon einige Einsätze hinter sich, lassen batteriebetriebene Vibratoren an Leistung nach und bringen nicht mehr die gewünschte Befriedigung. Zudem sind die meisten batteriebetriebenen Vibratoren nicht zu 100% wasserdicht, da ein kleines Risiko bleibt, dass durch den kleinen Spalt zwischen Vibrator und Batteriedeckel ein wenig Wasser ins Innere eindringt.

Wiederaufladbare Vibratoren haben den Vorteil, dass Du das Geld für Batterien sparst und kommt ein Vibrator häufig zum Einsatz, kann der Batteriekauf schnell teuer werden. Auch wird die Umwelt aktiv geschont, indem weniger Altbatterie-Abfall produziert wird. Aufladbare Vibratoren sind zudem schnell und überall einsatzfähig, sofern sich eine Steckdose in Deiner Nähe befindet – die meisten aufladbaren Vibratoren lassen sich bereits nach kurzer Ladezeit in Betrieb nehmen. Durch den fehlenden Batteriedeckel sind viele Vibratoren wasserdicht, sodass Du sie nicht nur gut reinigen, sondern auch in Dusche oder Badewanne verwenden kannst.
Nachteilig ist leider auch hier, dass der Vibrator an Leistung abnimmt, sofern der Akku nicht ganz frisch aufgeladen ist und befällt einen spontan die Lust zum Vibro-Spaß kann es passieren, dass der gewünschte Vibrator gerade nicht aufgeladen ist und man erst eine Ladezeit lang abwarten muss, bis die Vibro-Lust beginnen kann. Außerdem liegt vielen Vibratoren ein individuelles Ladekabel bei – ist das verlegt, verloren oder defekt, lässt sich der Vibrator nicht mehr oder nicht problemlos aufladen, sodass möglicherweise ein neuer „Spielkamerad“ her muss.

Strombetriebene Vibratoren findet man heutzutage recht selten, gerade im Bereich der Massager findet man hin- und wieder Vibratoren, die man mittels Netzkabel direkt an die Steckdose anschließt. Der Vorteil bei diesen Vibratoren ist, dass sie jederzeit und überall gleichstarke und gleichbleibende Vibrationsintensitäten bieten. Sie weisen in der Regel deshalb extrem starke Vibrationen auf, wenn sie an einer Steckdose betrieben werden – da können Akkus oder Batterien meist nicht mithalten.
Der Nachteil strombetriebener Vibratoren liegt auf der Hand: zum einen ist bei der Stimulation durch die Vibratoren immer ein störendes Kabel vorhanden, zum anderen ist man in der Auswahl seiner Örtlichkeiten, an denen man mit dem Vibrator Spaß haben möchte, sehr eingegrenzt: es muss stets eine Steckdose in der Nähe sein – je nach Länge des Netzkabels, sogar manchmal in ganz unmittelbarer Nähe.